So werden Sie selbst zum Barista!

So werden Sie selbst zum Barista!

4 Schritte - So werden Sie selbst zum Barista!  

„Barista“ ist italienisch und beschreibt ursprünglich einen Barkeeper, der neben Kaffee auch andere Getränke ausschenkt. Mittlerweile hat der Barista ein festes Berufsbild, welches sich ausschließlich um Kaffee, dessen Zubereitung und das Servieren dreht.

In den folgenden 4 Schritten erklären wir Ihnen, worauf es bei einem guten Kaffee ankommt, wie Sie verschiedene Kaffees zubereiten und wie Sie Ihren Kreationen das gewisse Extra verleihen.

 

Schritt 1: Die Kaffeeauswahl

Die Intensität

Die Intensität gibt an, wie geschmacksintensiv ein Kaffee ist. Dabei wird meist eine Skala von 1 bis 10 oder höher angewendet. Kaffees mit einem Intensitätsbereich von 8 bis 10 sind besonders stark. Für einen ausgewogenen, mittelstarken Kaffee, sollten Sie einen Kaffee der Stärke 5 bis 7 wählen. Alles darunter ist als besonders mild einzustufen. Es gibt weitere Indizien an welchen Sie sich orientieren können, sollte die Intensität nicht angegeben sein.

 

Die Röstung

Die Röstung kann ebenfalls Aufschluss über die Intensität des Kaffees geben. Helle Röstungen sind meist milder im Geschmack als dunklere. Besonders interessant ist die Röstung jedoch aufgrund der Geschmacksnoten, die sie mit sich bringt. Eine helle Röstung erhält die natürlichen Aromen der Bohnen. Daher treten hier fruchtige, frische Noten hervor, typisch sind auch Floralnoten. Helle Röstungen haben meist einen höheren Säuregehalt. Dunkle Röstungen bringen häufig Röstaromen und süße Noten wie Nuss oder Schokolade hervor. Hier sollten Sie vor allem nach persönlichen Vorlieben wählen, jedoch ist die Bohnenmischung zu berücksichtigen.

 

Die Bohnenmischung

Allgemein gelten Arabica-Bohnen als besonders edel. Dabei haben die Bohnen einen sehr eigenen Geschmack. Arabicas sind meist frisch, fruchtig und haben einen hohen Säuregehalt. Sie bringen ein vielseitiges Geschmacksbouquet mit sich und zeichnen sich häufig durch eine Zitrusnote aus. Eine hell geröstete 100% Arabica-Mischung wäre also enorm sauer. Bei hohen Arabica-Anteilen sollte man daher auf eine dunklere Röstung zurückgreifen. Wer es generell lieber ausgewogener mag, sollte eine Arabica-Robusta-Mischung wählen. Die Robustas geben der Mischung durch ihren erdigen Charakter die richtige Balance.

Hat man erst einmal den richtigen Kaffee gefunden, geht es an die Zubereitung.

 

 

Schritt 2: Die Klassiker zubereiten

Aus der italienischen Kaffeekultur ergeben sich einige Klassiker, welche jeder gute Barista sicher zubereiten können sollte.

Wir stellen Ihnen die italienischen Klassiker vor und geben Hinweise, wie Ihnen diese am besten gelingen.

 

Espresso

Der Espresso ist der Bekannteste, wenn es um italienischen Kaffee geht. Er wird mit etwa 5 bis 10 g Kaffeepulver und 25 bis 40 ml Wasser zubereitet. Das Wasser wird bei etwa 85°C bis 90°C unter hohem Druck durch den Kaffee gepresst. So entsteht ein Kaffee mit einer besonders kräftigen Textur. Diese wird „Körper“ genannt. Der Körper des Espressos wird durch eine feine Schaumkrone abgerundet, die sogenannte „Crema“.  Am besten servieren Sie einen Espresso in einer vorgewärmten Tasse. So kühlt er nur langsam aus und ist lange zu genießen. Ein Espresso wird meist mit einem Glas Wasser gereicht.

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Ristretto

Im Süden Italiens wird der Ristretto „Corto“, also „Kurzer“, genannt. Ein Ristretto könnte als halber Espresso beschrieben werden. Er wird mit der gleichen Menge Kaffeepulver hergestellt, allerdings nur mit 15 ml Wasser. Durch die verkürzte Durchlaufzeit werden weniger Bitterstoffe freigesetzt. Daher ist ein Ristretto bekömmlicher als ein Espresso und schont den Magen. Er zeichnet sich außerdem durch einen höheren Koffeingehalt aus. Servieren Sie einen Ristretto in einer vorgewärmten Tassen oder einem kleinen Kaffeeglas.

 

Lungo

Lungo bedeutet „lang“ und spielt auf die Größe des Kaffees an. Ein Lungo wird mit der gleichen Kaffeemenge wie ein Espresso und 100 ml Wasser zubereitet. Durch die verlängerte Kontaktzeit entfaltet ein Lungo andere Aromen als ein Espresso. Das ist bei der Kaffeeauswahl zu berücksichtigen.

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Americano

Ein Americano besteht aus einem doppelten Espresso, welchem 120 ml Wasser beigefügt werden. Die Durchlaufzeit wird nicht erhöht, der Kaffee wird lediglich milder und sein Körper leichter.

Am besten servieren Sie einen Lungo oder Americano in einer großen, vorgewärmten Tasse oder einem Kaffeeglas.

 

Schritt 3: Kaffeevariationen mit Milchschaum

Kaffeevariationen mit Milchschaum erfreuen sich großer Beliebtheit und sollten daher in Ihrem Repertoire nicht fehlen!

Wir erklären Ihnen, wie Sie leckeren Milchschaum zubereiten und diesen mit Kaffee zu großartigen Variationen verbinden.

Milchschaum kann auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Die wohl beeindruckendste Methode ist das Aufschäumen mit einer Dampfdüse. Füllen Sie hierfür die benötigte Menge Milch in ein Kännchen. Führen Sie die Düse leicht unter die Oberfläche der Milch. Schalten Sie nun die Düse an und positionieren Ihre Hand am Boden des Kännchens. Sie merken wie dieses langsam wärmer wird. Erreicht der Schaum das Ende der Kanne, führen Sie die Düse tiefer in die Milch bis Ihre Hand am Boden der Kanne zu heiß wird. Die Milch sollte nun zwischen 60°C und 70°C haben. Befeuchten Sie nun den Schaum durch kreisende Bewegungen der Kanne. Generell lässt sich nur kalte Milch aufschäumen, warme Milch wieder aufschäumen funktioniert nicht.

Mit einem Milchaufschäumer wird Ihnen ein Großteil der Arbeit abgenommen und Sie haben auch die Möglichkeit kalten Milchschaum herzustellen. Mit einem Handaufschäumer wird der Milchschaum meist sehr grobporig und der Anteil an heißer Milch fehlt. Sie könnten separat Milch erwärmen und kalte Milch aufschäumen und diese in einer Milchkanne zusammenführen.

Für welche Art und Weise Sie sich auch entscheiden – in jedem Fall sollte Ihnen damit ein Latte Macchiato und ein Cappuccino gelingen.

 

Latte Machiato

Ein Latte Macchiato besteht aus 3 Schichten – heißer Milch, Espresso und Milchschaum. Die Milch wird zuerst zubereitet und ruht, während ein Espresso gebrüht wird. Dieser wird mittig durch die Milchhaube gegossen und setzt sich aufgrund der Dichteunterschiede zwischen der heißen Milch und dem Milchschaum ab. Servieren Sie einen Latte Macchiato in einem hohen Glas und reichen Sie einen langen Löffel oder einen Strohhalm zum Getränk.

 

Cappuccino

Bei einem Cappuccino wird zuerst ein Espresso zubereitet. Dieser wird dann mit der Milch und dem Milchschaum aufgefüllt, sodass sich eine Milchhaube über dem Kaffee absetzt.

Nun haben Sie einen Überblick über die klassischen Kaffeevariationen und deren Zubereitung. Diese Variationen sind besonders beeindruckend mit dem richtigen Zubehör

 

Schritt 4: Kaffeezubehör

Das Auge trinkt mit! Wir geben Ihnen daher einen kleinen Einblick, mit welchem Zubehör Sie Ihren Kaffee zu einer echten Augenweide machen.

Der erste Schritt in die richtige Richtung sind Tassen und Gläser. Ein guter Espresso wird auch in einer kleinen Espresso-Tasse serviert, ein Cappuccino wirkt viel edler in einer großen, breiten Cappuccino-Tasse. Für Latte Macchiato sollten Sie große Gläser bereithalten, in welchen die drei Schichten besonders gut sichtbar werden.

Besonders bei Kaffee mit Milchschaum kann man mit Verzierungen punkten. Hierfür sollten Sie eine große Auswahl an Gewürzen, Streuseln und Sirups parat haben, um bunte und ansehnliche Kaffees zu schaffen. Für den Anfang empfehlen wir Ihnen in jedem Fall Zimt, Kakaopulver, Muskatnuss und Schokostreusel für Ihre Ausrüstung.

Für den Milchschaum sollten Sie verschiedene Milchkännchen im Schrank haben. Mit den richtigen Kännchen gelingt Ihnen auch das Abschätzen des Schaums für mehrere Kaffees. Außerdem sind diese besonders gut in der Handhabung und ein Must-Have für alle, die sich für Latte Art begeistern.

Für ausgefallene Kaffeegetränke sollten Sie auch einen Mixer in Ihrer Küche zur Verfügung haben. Besonders für die Kombination aus Kaffee und Eis ist ein guter Mixer unverzichtbar.

Der letzte Ratschlag, um ein richtig guter Barista zu werden: Üben, üben, üben!

Wiederholen Sie die Zubereitungsvorgänge, testen Sie verschiedene Bohnen und Kaffees und bekommen Sie ein Gefühl für die Handhabung und Geschmackskombinationen.

 

 

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